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Habe ich ein Helfersyndrom?

Stellt sich zuerst die Frage: Was ist ein Helfersyndrom?

Frei ausgedrückt ist es die Sucht zu helfen und das Gefühl gebraucht zu werden!

Frage Dich die folgenden Fragen:

  • Hörst Du öfter mal den Satz: Denke auch mal an Dich!
  • Glaubst Du, dass es notwendig ist zu helfen weil Du Dich sonst schlecht fühlst? Oder es sich so "gehört"`?
  • Fragst Du andere um Hilfe oder fällt es Dir schwer?
  • Fühlst Du Dich erschöpft oder kraftlos, energieleer?
  • Möchtest Du das andere sich ändern damit es Dir besser geht?
  • Sind in Deiner Umgebung nur Menschen mit Problemen?
  • Erledigst Du häufig Aufgaben bevor jemand anderer sie tun kann?
  • Stellst Du Deine Ziele, Wünsche und Bedürfnisse hinten an?
  • Fühlst Du Dich gut wenn Du anderen helfen konntest?

Es gibt mit Sicherheit jede Menge Tests im Internet die Du zu Rate ziehen darfst. Doch generell in der Übersicht weißt Du schon ob Du ein Helfersyndrom hast.

Denn Du bist immer da und präsent, Du erledigst die Aufgaben für die anderen ohne dass sie fragen müssen, schließlich weißt Du ja schon was gemacht werden muss. Oder aber Du weißt sowieso wie Du die Dinge erledigen musst damit es ordentlich ist. Du möchtest das alle sich wohlfühlen, ein sogenannter "People pleaser" (Menschen glücklich Macher).

Ich könnte hier noch endlos weitere Dinge aufzählen, war ich doch selbst einmal in dieser Situation. Ich habe wirklich alles für alle Familienmitglieder erledigt und zwar SOFORT nachdem ich gefragt wurde. Mich ruhig am Tisch sitzen? No way! Der Ketchup, die Butter oder was auch immer musste von mir geholt werden! Die anderen brauchten ja eh zu lange um aufzustehen und die Dinge zu holen. Dann durfte ich mir auch schon mal anhören: "Wir hätten das schon noch gemacht, aber jetzt wo Du es erledigt hast musste ich ja sowieso nicht aufstehen!" Du merkst sicher die Tendenz. Und ja, das Haus musste sauber sein, 24/7, ordentlich und aufgeräumt.....ich könnte wie gesagt immer weiter machen.

2015 habe ich es dann endlich gemerkt und die Notbremse gezogen. Ein längst überfälliges Gespräch mit unserem Jüngsten hat die endgültige Erkenntnis gebracht. Seitdem arbeite ich daran es zu verändern. Langsam und stetig! Und ja, ich möchte immer noch dass sich alle wohl fühlen um mich herum und Kritik an meinen Handlungen, na ja, so langsam kann ich sie vertragen ohne gleich in Perfektionismus auszubrechen.

Aber was ich auch noch gemerkt habe und was das allerwichtigste war: Ich habe durch mein Handeln permanent die Grenzen überschritten, anderen ihre Verantwortung für das Leben abgenommen. Sie brauchten sich in meiner Gegenwart um nichts zu kümmern (auch wenn ich immer gemeckert (!) habe dass meine Kinder oder mein Mann mal was tun könnten und mehr mit anpacken, was im übrigen nie genug war)

Letztendlich war es ein Zudeckeln und ein Vermeiden meine Gefühle für mich und über mich selbst zu empfinden. Das zu erkennen hat mir schon geholfen dem Helfersyndrom den "Kampf anzusagen". Heißt nicht, dass ich schon fertig bin, ein spiritueller Burnout (den ich 2017/18 hatte) ist sicher nicht das Zeichen dass es komplett geklappt hat, jedoch bin ich weiter als ich noch vor Jahren war. Es ist also nicht zu spät. Auch Du kannst es lernen. Wichtig ist dass Du erkennst dass Du anderen die Verantwortung für ihr Leben entziehst und sie sozusagen entmündigst. Sie können nämlich sehr gut ohne Deine Hilfe! Und sich das einzugestehen ist schmerzhaft.

Zumal dann der nächste Schritt folgen darf: Worauf baust Du nun Deinen Selbstwert auf? Denn das Helfen bringt es nun nicht mehr!

In den nächsten Wochen werden noch einige Beiträge erscheinen zu diesem Thema, folge mir einfach auf diesem Blog. Denn ich möchte, dass Du durch diesen Blog ganz viel Unterstützung auf diesem Weg erfährst. Etwas was ich im Internet bisher vermisst habe.

Bitte mache Dir bewusst dass dieses keinen Therapeuten ersetzt. Wenn Du tief in der Depression steckst, einen Burnout hast und nicht mehr weiter weißt: Suche Dir einen Therapeuten und schütte Dein Herz aus!

Fragen oder Anregungen, gerne erstelle einen Kommentar oder sende mir eine Anfrage über das Kontaktformular.

Alles Liebe wünschen

Kerstin Ajasha und die Kristallschädel

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